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Einblick in die Zwickauer NSU Wohnung

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Einblick in die Zwickauer NSU Wohnung Empty Einblick in die Zwickauer NSU Wohnung

Beitrag  checker Mi Jun 26, 2013 1:11 am

NSU-Prozess präsentiert wurden. Auf den ersten Blick wirkt es, als ob Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe in Zwickau ein ganz normales Leben führten. Andererseits erweckten zahlreiche Sicherungen auch den Eindruck einer Nazi-Festung. Zschäpe steckte sie in Brand, nachdem ihre Komplizen tot waren. Dabei ging sie offensichtlich sehr gründlich vor.

Eine verstärkte Eingangstür, anstelle des Spions eine weitere Kamera. Eine zusätzliche Verriegelung in der Mitte der angekokelten Tür. Eine Schachtel Mentholzigaretten auf der Fensterbank. Beate Zschäpe schaut die Reste ihres zerstörten Heims auf der Leinwand im Saal des Oberlandesgerichts München regungslos an. Meist sitzt sie zurückgelehnt, oft mit verschränkten Armen.

Einblick in die Zwickauer NSU Wohnung Beate-zschaepe-muss-sich-auch-wegen-brandstiftung-und-versuchten-mordes-verantworten

Vier Zimmer, knapp 120 Quadratmeter, Überwachungskameras drinnen und draußen: Zwickau, Frühlingsstraße 26, erster Stock: Hier lebten die untergetauchten Neonazis seit April 2008. Bis zu jenem 4. November 2011, als sich Mundlos und Böhnhard erschossen, um nach einem Banküberfall der Festnahme zu entgehen.

Dann versuchte Zschäpe offenbar, alle Spuren zu verwischen. Für die Ermittler war es ein Glück, dass es zu einer Verpuffung kam: Hätte sich ein kontinuierlicher, heißer Brand entwickelt, wären viele Beweismittel vernichtet worden. So konnten Festplatten gesichert werden, unter anderem die verschiedenen Versionen des NSU-Bekennervideos.

Während der Vorwurf der Mittäterschaft an den Terroranschlägen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) durchaus umstritten ist, hat an der Brandstiftung wohl keiner der Prozessbeteiligten ernsthafte Zweifel. An 19 Stellen in der Wohnung konnte Benzin nachgewiesen werden, erklärte ein Brandermittler der Polizei vor dem Oberlandesgericht München. Noch am nächsten Tag habe es "sehr nach Ottokraftstoff, also Benzin gerochen in der Wohnung".
Aufschlussreiche Details

Die von dem Kriminalbeamten mitgebrachten Fotos zeigen das Haus von außen: Flammen schlagen aus der Fassade, dunkler Rauch steigt auf. Die Verpuffung hat einen Teil der Außenwände weggesprengt, auf dem Gehweg und im Garten liegen Trümmerteile.

Auf manche Details ist der Kriminalbeamte besonders stolz: Eine Videokamera liegt brennend im Gras, sie ist nach unten gefallen. Das NSU-Trio hatte sie auf einem Fensterbrett montiert, getarnt unter künstlichem Laub. Eine andere Kamera versteckten sie in einem Blumenkasten vor der Küche. "Die Kabel wurden ordnungsgemäß in der Scheuerleiste verlegt", stellt der Polizist fest und klang dabei anerkennend.

Noch in der Nacht loderten immer wieder Flammen im Dachstuhl auf. Am nächsten Tag ließen die Ermittler einen Teil des Gebäudes einreißen, damit das Haus betreten werden konnte. In den Trümmern fanden die Beamten zwölf Waffen und Munition - darunter jene Pistole der Marke "Ceska", mit der die Terroristen neun Menschen ermordeten. Der Angeklagte Carsten S. hat inzwischen zugegeben, sie besorgt und übergeben zu haben. Zschäpe entlastete er mit seinen Aussagen zum Teil: Sie habe von den Planungen nichts mitbekommen sollen, erinnerte er sich.

Brandstiftung und Mordversuch

Zugleich hätte die Zschäpe zur Last gelegte Brandstiftung drei Menschenleben kosten können: Davon ist die Anklage überzeugt und spricht darum auch von versuchtem Mord. Bilder aus der Wohnung der Nachbarin verdeutlichen, in welch prekärer Lage sich die damals fast 89-Jährige befand. Sie wurde von ihren Nichten aus dem Gebäude gerettet.

Zschäpe, so meint die Bundesanwaltschaft, habe sich damit abgefunden, dass die alte Frau zu Tode kommen könnte. Das Gleiche gelte für zwei Handwerker, die sich normalerweise in dem Haus aufgehalten hätten. Glücklicherweise machten sie aber gerade Pause, als es brannte. Sie sollen am Mittwoch gehört werden. Auch ein Hausverwalter und ein Nachbar sind als Zeugen vorgesehen.

Haus wurde abgerissen

Das Haus in der Frühlingsstraße wurde inzwischen abgerissen. Die Stadt hatte es gekauft, es sollte kein Wallfahrtsort für Neonazis werden. Auf dem Gelände wurden Ziersträucher gepflanzt. Ein halbes Jahr nach dem Ende des NSU war von der Heimstatt der "Zwickauer Zelle" nichts mehr zu sehen.

Dem NSU wird eine Reihe größtenteils fremdenfeindlicher Anschläge zur Last gelegt, darunter zehn Morde. Beate Zschäpe ist als Mittäterin an allen Attentaten angeklagt.

Quelle

Hier wird natürlich etwas einseitig berichtet.
Fakto ist das Schäpe wußte das ihre Stecher umgelegt werden sollten.
Ist ist bis heute nicht geklärt, wer der dritte Mann im Wohnmobil war, der die Schüsse abgegeben hat.
Schäpe wird wohl kaum den Mund aufmachen, denn das wird ihr Todesurteil sein.
Aber eins kann man vorne weg sagen, sie ist Drahtzieherin und hat die anderen noch benutzt.
Es ist einfacher für eine Frau Männer zu manipulieren, als für einen Mann eine Frau.
Das ist und war schon immer so.
Einfach mal in die Geschichte schauen.
Frauen können berechnender sein als Männer.
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