Braunschweig-aktuell
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Neueste Themen
» R.I.P. Manni
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeSa Dez 30, 2023 6:31 am von checker

» R.i.P. Manfred Wüstefeld
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeSo Dez 10, 2023 9:07 am von checker

» R.I.P. Holger
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeFr Nov 03, 2023 9:33 pm von Andy

» R.I.P Rudolf HAASE
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Sep 21, 2023 5:55 am von Andy

» PAROOKAVILLE 2023 | Finch
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Aug 03, 2023 1:58 am von Andy

» Festivalfilm - ROCKHARZ 2023
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Aug 03, 2023 1:55 am von Andy

»  die ärzte
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Aug 03, 2023 1:54 am von Andy

»  NERVOSA
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Aug 03, 2023 1:50 am von Andy

»  die ärzte
Die Ladinische Literatur Icon_minitimeDo Aug 03, 2023 1:48 am von Andy

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Februar 2024
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
26272829   

Kalender Kalender


Die Ladinische Literatur

Nach unten

Die Ladinische Literatur Empty Die Ladinische Literatur

Beitrag  Andy Mi Sep 17, 2014 7:38 pm

Die ladinische Literatur ist die Literatur der ladinisch sprechenden Bevölkerungsminderheit in Norditalien. Sie wird vor allem in Südtirol, aber auch im Trentino und in der Provinz Belluno gepflegt.

Geschichte

Abgesehen von Sagen aus vorchristlicher Zeit, die später in schriftlicher Form aufgezeichnet wurden, gehen die ersten Zeugnisse der ladinischen Literatur auf das 17. Jahrhundert zurück. Dabei handelt es sich nur um kurze öffentliche Bekanntmachungen (zuerst 1631).

Im Jahr 1807 schrieb Matie Ploner (1770-1844) sechs kurze Volkserzählungen sowie zwei Gedichte. Jan Batista „Tita“ Alton (Johann Alton) (1845-1900) setzte sich in der Habsburger Zeit für die Bewahrung der ladinischen Kultur und Sprache ein.[1] Als erster ladinischer Dichter gilt Angelo Trebo aus Enneberg (lad. Mareo) (1862-1888). Er schrieb 27 Gedichte und drei Theaterstücke: Le æiastel dles Stries (1884), Le Scioz de San Jenn (1885) und Trëi dis regina (nicht vollendet).[2] Neben diesen Originaltexten lagen seit dem 19. Jahrhundert auch verschiedene Übersetzungen von religiösen Werken vor, die von Klerikern des Brixener Priesterseminars verfasst wurden. Die Storia d’S. Genofefa von Jan Matî Declara (1878) war ist das erste vollständige Buch in ladinischer Sprache.

1905 wurde in Innsbruck die interladinische Vereinigung Uniun Ladina gegründet. Nach 1920, dann unter wieder Mussolini und noch einmal nach 1945 erstarkte der Widerstand der Ladiner gegen die Italienisierung und die Auslöschung der ladinischen Sprache.
Moderne

Die moderne ladinische Literatur tritt heute wesentlich selbstbewusster auf. Die bekanntesten Schriftsteller sind Rut Bernardi (* 1962) aus Gröden und Iaco Rigo[3] (* 1968) aus dem Gadertal. Bernardi ist als Autorin von ladinischen und deutschen Texten bekannt. Zu ihren Werken zählen ein Theaterstück (Ladin defin) und der Roman Lëtres te n fol, den sie auch ins Deutsche und ins Standard-Ladinische übersetzt hat.[4] Iaco Rigo hat das dreisprachige Drama Iadô chël côl (Hinterm Hügel - Dietro la collina) verfasst.

Ein Meilenstein der Dokumentation der ladinischen Literatur war das Buch „Litteratura dals Rumauntschs e Ladins“ (1979) des Zürcher Romanistik-Professors Reto R. Bezzola. Für die Entwicklung der ladinischen Literatur sind die von verschiedenen Einrichtungen (z.B. vom Amt für ladinische Kultur der Provinz Bozen) organisierten Literaturwettbewerbe [5] und Literaturzeitschriften von großer Bedeutung. Ladinische und nichtladinische Autoren benutzen die mehrsprachige Zeitschrift TRAS als Forum zur Publikation von Gedichten und Prosa in allen fünf ladinischen Varianten, von friulanischen und rätoromanischen Texten sowie gelegentlich von Texten in italienischer und in deutscher Sprache.

2013 erschien ein umfangreiches Werk über die dolomitenladinische Literatur von Rut Bernardi und Paul Videsott.

Quelle - literatur & Einzelnachweise
Andy
Andy
Admin

Anzahl der Beiträge : 36058
Anmeldedatum : 03.04.11

Nach oben Nach unten

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten