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Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. (ZZF)

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Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. (ZZF) Empty Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. (ZZF)

Beitrag  Andy So Jan 14, 2018 10:27 pm

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. (ZZF) ist ein interdisziplinär ausgerichtetes Institut zur Erforschung der deutschen und europäischen Zeitgeschichte mit Sitz in Potsdam. Es ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und zählt – mit dem Institut für Zeitgeschichte in München – zu den größten und bedeutendsten Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Zeitgeschichte in Deutschland.[1]

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung e.V. (ZZF) 295px-Logo_ZZF.svg
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: keiner (rechtlich selbstständig)
Mitgliedschaft: Leibniz-Gemeinschaft
Standort der Einrichtung: Potsdam
Fächer: Geschichtswissenschaften
Grundfinanzierung: Bund (50 %), Länder (50 %)
Leitung: Frank Bösch
Martin Sabrow
Homepage: www.zzf-pdm.de


Geschichte

Das ZZF ist Anfang 1996 auf der Grundlage der Empfehlungen des Wissenschaftsrates[2] aus dem Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien hervorgegangen, der 1992 nach der Vereinigung Deutschlands von der Förderungsgesellschaft Wissenschaftliche Neuvorhaben, einer Tochter der Max-Planck-Gesellschaft, gegründet wurde. Der Wissenschaftsrat empfahl 2006 die Aufnahme des Zentrums in die Leibniz-Gemeinschaft,[3] die zum 1. Januar 2009 erfolgt ist.[4] Bis zur Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft 2009 wurde die Grundausstattung des ZZF vom Land Brandenburg getragen, während die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und zahlreiche weitere Stiftungen die Durchführung der Projekte finanzierten.

Bis 1996 wurde das ZZF bzw. der Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien von Jürgen Kocka geleitet, danach übernahm Christoph Kleßmann die Direktion des Hauses, ab 1998 gemeinsam mit Konrad H. Jarausch. Im Dezember 2004 trat Martin Sabrow die Nachfolge Kleßmanns an. Nach der Verabschiedung des Co-Direktors Konrad H. Jarausch im Jahr 2006 wurde das ZZF bis 2011 allein von Martin Sabrow geleitet. Seit Frank Bösch im Oktober 2011 seine Arbeit als Direktor aufgenommen hat, wird das Institut wieder von einer Doppelspitze geleitet.
Forschungsprofil

Die wissenschaftliche Arbeit gliedert sich gegenwärtig in fünf Abteilungen, die sich mit folgenden Themenbereichen befassen:

Gesellschaftsgeschichte des Kommunismus
Wirtschaftliche und soziale Umbrüche im 20. Jahrhundert
Der Wandel des Politischen: Rechte, Normen und Semantik
Regime des Sozialen im 20. Jahrhundert. Mobilisierung, Wohlfahrtsstaatlichkeit und Rationalisierung
Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft.

Das ZZF verfügt über ein international ausgerichtetes Gastwissenschaftler-Programm[5] und arbeitet mit zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im In- und Ausland zusammen. Es ist über gemeinsame Berufungen mit der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität zu Berlin verbunden. Zudem kooperiert es mit den Hochschulen in Berlin und Brandenburg in der akademischen Lehre und Doktorandenausbildung. Darüber hinaus nimmt das Zentrum beratende Aufgaben im Bereich der Gedenkstätten- und Museumsarbeit wahr.

Einen hohen Stellenwert räumt das ZZF der Vermittlung seiner Aufgaben und Arbeitsergebnisse in die Fachöffentlichkeit ein. Seine Forschungsergebnisse publiziert es in zahlreichen Wissenschaftsverlagen. 2010 veröffentlichten Wissenschaftler des Instituts insgesamt 21 Fachbücher über zeithistorische Themen. Mit öffentlichen Vortragsreihen, Konferenzen, Workshops und multimedialen Websites trägt es zur historisch-politischen Aufklärung und zur öffentlichen Diskussion über zeithistorische Themen bei.
Publikationen

Seit 1994 gibt das ZZF die Schriftenreihe „Zeithistorische Studien“ heraus, die im Böhlau Verlag erscheint. Bis Ende 2010 publizierte es insgesamt 47 Bände der Reihe.[6]

Seit 2010 erscheint im Wallstein Verlag die Reihe Geschichte der Gegenwart.

Um einen Einblick in die vielfältigen Forschungsprojekte zu bieten, veröffentlicht das Institut seit 2006 zudem jährlich den Almanach „ZeitRäume“.[7] Auskunft über die wissenschaftliche Arbeit und die strukturelle wie personelle Entwicklung des Instituts gibt der Jahresbericht.[8]

Von 1994 bis 2009 veröffentlichte das ZZF das „Potsdamer Bulletin für Zeithistorische Studien“. Neben wissenschaftlichen Beiträgen informierte es unmittelbar über die Arbeit des Zentrums.[9]
Multimediale Angebote

Eines der wichtigsten Projekte des ZZF im Internet ist das Portal Zeitgeschichte-online, das das ZZF gemeinsam mit der Staatsbibliothek zu Berlin betreibt. Mit dem Portal ist das ZZF in Deutschland zum wichtigsten Anbieter zeithistorischer Fachinformation im Internet geworden.

Daneben erscheint dreimal jährlich die elektronische Zeitschrift „Zeithistorische Forschungen / Studies in Contemporary History“. Sie ist auch als Druckausgabe im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erhältlich, und versteht sich als Forum für die deutsche, europäische und globale Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Bei Clio-online, dem Fachportal für die Geschichtswissenschaften, ist das ZZF Mitglied im Trägerverein. Es beteiligt sich außerdem an der Web-Plattform H-Soz-u-Kult, einem Teilprojekt von Clio-online, das zugleich Fachforum und moderierte Informations- und Kommunikationsplattform für Historikerinnen und Historiker ist.

Mit Docupedia-Zeitgeschichte schuf das ZZF ein fachwissenschaftlich organisiertes Nachschlagewerk für Grundlagentexte zur Zeitgeschichtsschreibung. Das ZZF entwickelte und betreibt es gemeinsam mit dem Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin und Clio-online.

Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung und Deutschlandradio gestaltet das ZZF außerdem Websites zum Aufstand des 17. Juni 1953 in der DDR („17Juni53.de“)[10] und zur Geschichte der Berliner Mauer („Chronik-der-Mauer.de“)[11].

Mit der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und dem Collegium Hungaricum Berlin entstand die Website „Ungarn1956.de“[12], welche die Hintergründe und die Wirkungen der ungarischen Revolution des Jahres 1956 beleuchtet.

Damit ist es dem ZZF nicht nur gelungen, eine „Vorreiterrolle im Bereich der elektronischen Fachinformation“ und eine „Spitzenstellung bei der Vermittlung von Ergebnissen der zeitgeschichtlichen Grundlagenforschung in den gesellschaftlichen Diskurs“ einzunehmen, sondern auch in der Hauptstadtregion als „der maßgebliche Kristallisationspunkt der zeithistorischen Debatte“ wahrgenommen zu werden.[13]
Studiengänge

Seit dem Wintersemester 2008/09 bietet das ZZF in Kooperation mit dem Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin den Masterstudiengang „Public History“ an.[14]
Mitarbeiter

Ralf Ahrens[15]
Klaus Jochen Arnold
Simone Barck
Udo Baron, von November 2005 bis Oktober 2007 wissenschaftlicher Mitarbeiter für das Projekt Todesopfer an der Berliner Mauer
Jan C. Behrends
Rüdiger Bergien, seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Jens Gieseke, seit 2008 Projektleiter der Abteilung „Kommunismus und Gesellschaft“
Olaf Groehler, nach 1990, bis 1994 seine Tätigkeit als Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit publik wurde.
Rüdiger Hachtmann, seit 2007 Leiter des Projekts Das fordistische Jahrhundert
Enrico Heitzer [16][17][18][19][20][21][22][23]
Hans-Hermann Hertle, wissenschaftlicher Mitarbeiter
Beatrice Heuser
Peter Hübner,Von 1996 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Renate Hürtgen, von 1997 bis 2012 wissenschaftliche Mitarbeiterin [24][25][26]
Petra Kabus, war wissenschaftliche Mitarbeiterin
Thomas Klein von 1996 bis 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Árpád von Klimó, bis Juni 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Sabine Kuder, von 1996 bis 2000 wissenschaftliche Mitarbeiterin
Thomas Lindenberger, seit 1996 Projekt- bzw. Abteilungsleiter
Siegfried Lokatis, ehem. wissenschaftlicher Mitarbeiter
Andreas Ludwig, seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Ulrich Mählert
Thomas Mergel
Maren Möhring, von 2012 bis 2014 Leiterin der Abteilung III Der Wandel des Politischen
Dietrich Mühlberg, seit 1998
Christian Th. Müller, von 2001 bis 2003 wissenschaftlicher Mitarbeiter
Joachim Petzold, von 1992 bis 1998
Thomas Reichel [27][28][29][30][31]
Jörg Roesler bis 1995
Susanne Schattenberg
Wilhelm Heinz Schröder Sprecher des Zentrums
Hans-Michael Schulze
André Steiner seit 2000 Projektleiter
Bernd Stöver von 2001 bis ? wissenschaftlicher Mitarbeiter

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam e. V. [32]
Vorsitz

Simone Lässig
Ralph Jessen

Mitglieder

Dolores Augustine[33]
Thomas Großbölting
Saskia Handro
Christina von Hodenberg
Sandrine Kott[34]
Alexander Nützenadel
Lutz Raphael
Martin Schulze Wessel

Mitglieder des Vereins

Mitglieder des Vereins Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e. V.[35]

Frank Bösch
Martin Sabrow
Wilhelm Heinz Schröder
Martin Gorholt, Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Brandenburg
Oliver Günther, Universität Potsdam
Wolf-Hagen Krauth, Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Jan-Hendrik Olbertz, Humboldt-Universität zu Berlin
Petra Rauschenbach, Bundesarchiv (Deutschland) Berlin
Martin Schulte, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Fellows

Eckard Michels
Dorothee Wierling

Quelle
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