Braunschweig-aktuell
Würden Sie gerne auf diese Nachricht reagieren? Erstellen Sie einen Account in wenigen Klicks oder loggen Sie sich ein, um fortzufahren.
Suchen
 
 

Ergebnisse in:
 


Rechercher Fortgeschrittene Suche

Navigation
 Portal
 Index
 Mitglieder
 Profil
 FAQ
 Suchen
Partner
free forum
Juli 2022
MoDiMiDoFrSaSo
    123
45678910
11121314151617
18192021222324
25262728293031

Kalender Kalender


Hans Kollhoff

Nach unten

Hans Kollhoff Empty Hans Kollhoff

Beitrag  checker Mi Mai 09, 2018 10:53 pm

Hans Kollhoff (* 18. September 1946 in Lobenstein, Thüringen) ist ein deutscher Architekt und Universitätsprofessor em. an der ETH Zürich.

Hans Kollhoff 330px-Potsdamer_Platz_-_Kollhoff-Tower%2C_20060603
Kollhoff-Tower in Berlin, Potsdamer Platz

Leben

Kollhoff studierte von 1968 bis 1973 Architektur an der Universität Karlsruhe und 1974 an der Technischen Universität Wien. 1975 diplomierte er in Karlsruhe bei Ottokar Uhl. Hiernach war er Stipendiat an der Cornell University/New York und war dort bis 1978 Assistent bei Oswald Mathias Ungers. Danach war er bis 1983 Assistent an der TU Berlin. Er gründete sein eigenes Architekturbüro, das er seit 1984 lange Jahre mit der Architektin Helga Timmermann partnerschaftlich führte. Von 1990 bis 2012 war er Professor für Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich.[1][2][3] Seinen internationalen Rang unterstreichen mehrere Gastprofessuren und zahlreiche Vortragsreisen im In- und Ausland. Er ist in Deutschland und Europa tätig, vorwiegend im Büro-, Geschäfts- und Wohnungsbau.

Hans Kollhoffs späte Architektur fällt, im Gegensatz zu seinen ersten großen Projekten, vor allem durch klassische Baugestaltung und die Verwendung althergebrachter Materialien wie Naturstein und Ziegel in traditionell handwerklicher Verarbeitung auf. Die Architektur Hans Kollhoffs entwickelte sich zunehmend in Richtung einer betont traditionellen Formensprache, in der er oft klassizistische Motive aufgreift.

2009 scheiterte er mit einer Klage gegen den Bund gegen die Vergabe des Neubaus des Berliner Stadtschlosses an den Wettbewerbssieger Franco Stella. Kollhoff hatte mit seinem Büro den dritten Platz im Schlosswettbewerb belegt. Nach dem Urteil forderte er den Neustart des Vergabeverfahrens.

Kollhoff betreibt ein Atelier in Rotkreuz in der Schweiz.

Bauwerke (Auswahl)

In Berlin entwarf Kollhoff unter anderem Gebäude für den Potsdamer Platz, wo er im Auftrag von der DaimlerChrysler AG das mittlere Hochhaus (Kollhoff-Tower) im New Yorker Backsteinstil entwarf. Er war für den Masterplan Alexanderplatz (Hochhausbebauung) verantwortlich. Zu seiner Bekanntheit tragen auch der Umbau des Hauses am Werderschen Markt, ehemals Reichsbank und Zentralkomitee der SED, zum Auswärtigen Amt und die Leibniz-Kolonnaden im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf in der Nähe des Kurfürstendamms bei. 2005 gestaltete er den Innenraum des ehemaligen Varietés Metropol, in dem das „Goya“ zum 1. Dezember als exklusiver Club am Nollendorfplatz eröffnete, welches im folgenden Jahr wieder schloss.
In Frankfurt am Main entwarf er im Deutschherrnviertel das 88 Meter hohe Wohnhochhaus Main Plaza.
In Amsterdam entstand nach seinen Plänen der Wohnblock Piraeus im neuen Wohnviertel KNSM-eiland. Das 1990 geplante Gebäude kann sowohl als ausdifferenzierte Großform, als auch als morphologisch transformierter Block gelesen werden. Jede der vier äußeren Fassaden reagiert in eigenem Höhenverlauf und Fassadengestaltung auf die einmal städtische, einmal parkähnliche Umgebung. Der Großkörper richtet sich zum Wasser und Licht mit der Öffnung des Körpers zum Innenhof, welcher einen historischen Bestandsbau integriert. Bei der Fertigstellung 1994 distanzierte sich Hans Kollhoff öffentlich von dem Bau. Die Grünanlagen wurden von Mien Ruys entworfen.
In Chemnitz entwarf er die Fassade der im Zentrum auf dem Neumarkt erbauten Galerie Roter Turm.

Mitgliedschaften

Kollhoff ist Präsident des Vereins Internationale Bauakademie Berlin, der zum Ziel hat, Schinkels Berliner Bauakademie zu rekonstruieren und als „Internationale Bauakademie Berlin“ auferstehen zu lassen.[4]
Veröffentlichungen

Hans Kollhoff (Hrsg.): Gips – Baukunst des Schattens, Niggli 2005, ISBN 3-7212-0576-6
Hans Kollhoff (Hrsg.): Architekturlehre Hans Kollhoff, Niggli 2004, ISBN 3-7212-0491-3
Hans Kollhoff (Hrsg.): Häuser, Niggli 2000, ISBN 3-7212-0465-4
Hans Kollhoff (Hrsg.): Wohnen, Niggli 1999, ISBN 3-7212-0464-6

Quelle
checker
checker
Moderator
Moderator

Anzahl der Beiträge : 49207
Anmeldedatum : 03.04.11
Ort : Braunschweig

Nach oben Nach unten

Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten