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Die Rewe Group

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Die Rewe Group Empty Die Rewe Group

Beitrag  checker Di Feb 02, 2016 8:36 am

Die Rewe Group, eigene Schreibweise REWE Group, ist ein deutscher Handels- und Touristikkonzern mit Sitz in Köln. Das Akronym steht für „Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften“. Unternehmensschwerpunkte bilden der Lebensmittelhandel und die Touristiksparte. Die bedeutendsten Unternehmen unter dem Dach der Rewe Group sind die REWE-Zentral-AG sowie die REWE-Zentralfinanz eG in Köln.

Die Rewe Group 602px-Rewe-group.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft; Eingetragene Genossenschaft
Gründung 1927 (seit 1972 in der heutigen Rechtsform)
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Alain Caparros (Vorstandsvorsitzender)
Erich Stockhausen (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 327.548[1]
Umsatz 51,1 Mrd. Euro[1]
Branche Lebensmitteleinzelhandel, Fachhandel, Touristik
Website www.rewe-group.com
www.rewe.de
Stand: 31. Dezember 2014


Die Rewe Group 1024px-REWE_Verwaltungsgeb%C3%A4ude%2C_Stolberger_Str._K%C3%B6ln
REWE-Verwaltungsgebäude, Stolberger Straße 90, 50933 Köln

Geschichte

Die Rewe Group 800px-Nieder-Rosbach%2C_Rewe_Zentrallager
Rewe-Zentrallager in Nieder-Rosbach

Rewe wurde am 1. Januar 1927 als Genossenschaft in Köln gegründet. 1935 kam es zu einer ersten Umfirmierung unter Rewe-Zentrale Deutscher Lebensmittel-Großhandels-Genossenschaften eGmbH. Während des Zweiten Weltkrieges wurden wichtige Teile der Verwaltung durch Bombenangriffe zerstört, wodurch die Gruppe für einige Zeit handlungsunfähig wurde.

1972 wurde die Konzernstruktur reformiert: die Rewe-Zentralfinanz eG und die Rewe-Zentral-Aktiengesellschaft Köln wurden gegründet. 1979 erstritt die Rewe vor dem Europäischen Gerichtshof ein wichtiges Urteil zur Verkehrsfähigkeit von Waren in der EU (Cassis-de-Dijon-Entscheidung).

1990 strukturierte sich die Rewe erneut um: Der bislang dreistufige Konzernaufbau (Einzelhandel, Großhandlung, Zentrale) wurde durch einen zweistufigen Aufbau (Einzelhandel, Zentrale) ersetzt, dazu brachten die zuvor rechtlich selbständigen Rewe-Großhandlungen ihren Geschäftsbetrieb in die Rewe-Zentral AG ein. Ausnahmen bildeten die Rewe Dortmund Großhandel eG und die Rewe Lebensmittel-Großhandel eG Herne, wobei letztere ihren Geschäftsbetrieb zum 30. Juni 2001 einstellte.

Am 23. Januar 2006 benannte sich die „Rewe Gruppe“ um, der neue Name „Rewe Group“ wurde eingeführt. Das neue Logo symbolisiert die Kerngeschäfte der Rewe, wobei Rot für den Lebensmittelhandel steht und Gelb für die Touristik. Am 1. März 2006 wurde bekannt, dass die Rewe Group zu den Hauptgeschädigten der Heros-Pleite gehört. Wahrscheinlich entstand ein Schaden von 161 Millionen Euro. Zum 1. Juni 2006 gingen alle Anteile der Rewe an der Ferienfluggesellschaft LTU (40 %) an die Intro Verwaltungsgesellschaft mbH des Nürnberger Unternehmers Hans Rudolf Wöhrl.

Ein der Rewe Group im Frühjahr 2007 durch KKR unterbreitetes Übernahmeangebot wurde von Rewe-Group-Vorstandschef Alain Caparros zurückgewiesen.[2][3] Die Kontakte zwischen Alain Caparros und KKR kamen über die Hausbank der Rewe Group, die Deutsche Bank, zustande und wurden heftig in der Öffentlichkeit kritisiert. Seit Mai 2007 ist Rewe der Haupt- und Trikot-Sponsor des Fußball-Erstligisten 1. FC Köln und seit 2009 Co-Sponsor von Eintracht Frankfurt.

Am 21. Januar 2008 gab Rewe bekannt, seine bundesweit 6000 Märkte und Reisebüros ab sofort komplett mit Ökostrom versorgen zu wollen. Der Konzern ist damit nach eigenen Angaben der größte Nutzer von Ökostrom in Deutschland.[4]

Am 10. März 2014 sind die REWE-Märkte und REWE to go Teil des Payback Bonusprogramms geworden.

Expansion und Aufkäufe

Die Rewe Group Rewemarkt
Rewe-Markt (ehemals miniMAL) in Mainz-Laubenheim

1974 beteiligte sich die Rewe zu 50 % an der Bad Homburger Leibbrand-Gruppe, zu der Filialketten wie Minimal, HL-Markt (Initialen des Firmengründers Hugo Leibbrand), Penny-Markt, toom und EURO-Markt (nur in Berlin) gehörten.

1988 übernahm die Rewe-Handelsgesellschaft Leibbrand OHG die in Düsseldorf-Unterbach ansässige Deutscher Supermarkt Handels GmbH, die Supermarktfilialen unter den Namen „Deutscher Supermarkt“, „Desuma“, „Otto Mess“ und „Hill“ betrieb. Im Jahr 1989 wurde die Leibbrand-Gruppe ihrerseits vollständig von Rewe übernommen.

1989 gehörten zur Rewe die Märkte „REWE“, „R-Kauf“, „HL-Markt“, „Groka“, „Stüssgen“, „Globus“, „Petz“, „Brücken“, „miniMAL“ und „Kontra“.

1996 beteiligte sich Rewe mit 40 % der Stammaktien an der ProSieben Media AG.

Im Jahr 2005 übernahm die Rewe 119 „Extra“-Märkte der Metro AG, die nach und nach in „REWE“- bzw. „miniMAL“-Filialen umgewandelt wurden.

Am 4. Januar 2005 hat die Rewe-Gruppe die restlichen 25 % der Handelsgesellschaft Kaiser + Kellermann OHG übernommen und somit 38 „Globus“-Supermärkte in Nordrhein-Westfalen.

Am 28. April 2005 eröffnete die Rewe-Gruppe den ersten eigenen Bio-Supermarkt „Vierlinden“ in Düsseldorf, im September 2005 folgte in Köln-Braunsfeld eine Filiale. Schon in den 1990er Jahren gab es in Bochum-Kaltehardt einen Rewe-Supermarkt mit einem ausschließlich mit Bioprodukten bestückten Verkaufs-Regal, wie sie auch in Bioläden zu finden waren.

Ende März 2007 wurde bekannt, dass die Rewe Group zum Juni 2007 133 der 150 Bau- und Gartenmärkte der zur Edeka-Gruppe gehörenden Marktkauf-Kette übernimmt. Sie werden den toom-Baumärkten angegliedert. Die restlichen Baumarkt-Filialen verbleiben bei Edeka und werden wahrscheinlich geschlossen. Rewe sollte für die Übernahme der seit Jahren defizitären Baumärkte laut Angaben von Brancheninsidern einen Zuschuss von etwa 80 Mio. Euro von seinem Mitbewerber Edeka erhalten. Damit stieg Rewe von der Position vier auf Position drei der Baumarktbetreiber in Deutschland auf.

Am 22. Mai 2007 schied Stephan Fanderl, der für den Bereich Vollsortiment National und für Logistik zuständig war, mit sofortiger Wirkung aus dem Rewe-Vorstand aus. Sein Nachfolger wurde Jan Kunath, der vorher Vorstandsmitglied der Rewe Group Austria und dort für den Bereich Vollsortiment Osteuropa verantwortlich war. Am Tag darauf gab Rewe den Start der bereits Anfang 2007 veröffentlichten Expansions-Offensive bekannt. In den kommenden fünf Jahren sollten europaweit bis zu 1,2 Milliarden Euro investiert werden, um bis zu 1100 neue Supermarkt-Filialen zu eröffnen, 460 davon in Deutschland und davon wiederum 120 noch im Jahr 2007. Auch 400 neue Penny-Märkte sollten bis 2011 entstehen. Damit wollte Rewe weiter zum Konkurrent Edeka aufschließen.

Im Juni 2007 erwarb die Rewe Group die komplette Lebensmittelsparte der saarländischen Handelsgruppe Distributa, bestehend aus 29 „Accord“-Supermärkten, einem „Cash&Carry“-Markt, einem über 7000 m² großen Lager, der Unternehmenszentrale in Saarlouis sowie knapp 2000 Mitarbeitern. Die erworbenen Märkte erzielten zuletzt einen Umsatz von zusammen über 150 Millionen Euro.

Am 16. Januar 2008 wurde bekannt, dass Rewe die Verbrauchermarktkette „Extra“ von der Metro Group erwerben wollte. Die Übernahme fand zum 1. Juli 2008 statt. Der Name „Extra“ sollte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 mit der Umbenennung der Läden auf „Rewe“ verschwinden, was dann am 16. März 2009 geschah. Die Franchise-Marken „Comet“ und „Bolle“, unter denen 61 der 306 Filialen liefen, wurden dagegen zunächst weitergeführt und anschließend soweit möglich in das REWE Partner-Modell überführt. Die Franchise-Zentrale ging an die Rewe Group. Das Bundeskartellamt hatte den geplanten Kauf der bislang zur Metro AG gehörenden „Extra“-Verbrauchermärkte durch den Kölner Handelskonzern Rewe ohne Auflagen oder Bedingungen am 28. März 2008 freigegeben.

Zum 26. August 2009 erfolgte die Übernahme der Delhaize Deutschland GmbH, die je zwei Supermärkte in Köln und Aachen mit belgischen Sortimenten betrieben hatte.

Anfang Oktober 2009 wurden 39 süddeutsche „Sky“-Märkte der coop eG mit ca. 1140 Beschäftigten und ca. 150 Mio. Euro Umsatz sowie ein Zentrallager von 45.000 Quadratmetern und 119 Beschäftigten[5] in Ulm an die Rewe Group verkauft.[6] Das Bundeskartellamt stimmte dem Verkauf zu, woraufhin die Filialen zum 1. Dezember in die Kölner Unternehmensgruppe integriert und auf die Marke „Rewe“ umgestellt wurden.[7]

2010 übernahm die REWE Markt GmbH 60 „Tengelmann“-Filialen im Rhein-Main-Gebiet sowie Baden-Württemberg. Die Übernahme wurde seitens der Bundeskartellbehörde ohne Auflagen oder Bedingungen zugelassen.

Im November 2010 gab Rewe bekannt, dass die „Vierlinden“-Biomärkte bis 2011 auf andere Rewe-Formate umgestellt, veräußert oder geschlossen werden sollten. Stattdessen führte Rewe das Biomarkt-Konzept Temma ein, bei dem der Verkauf von Bio-Lebensmitteln mit Gastronomie verbunden ist und in einer Testfiliale in Köln-Bayenthal ab November 2009 erprobt wurde.[8][9][10] Der „Vierlinden“-Markt in Düsseldorf-Benrath wurde auf das neue Konzept umgestellt und in „Temma“ umbenannt. Ein dritter Markt in Köln-Braunsfeld sollte im April 2011 folgen, so dass sich die Zahl der Biomarkt-Filialen von sechs auf drei verringert hat.[11][12] Der Name „Temma“ soll als Abkürzung für „Tante Emma“ dienen.[13]

Seit April 2011 wurde in der Innenstadt von Köln ein neues Metropolen-Konzept[14] mit dem Namen „REWE to Go“ erprobt. Der zweitgrößte deutsche Lebensmittelhändler testete in Köln den Verkauf von belegten Brötchen, Obstsalat, Salaten, Sushi, Backwaren und Kaffee zum Mitnehmen. Damit versucht Rewe, den örtlichen Bäckereien, Kiosken und Starbucks-Filialen Kunden abzuwerben. Sollte sich das Konzept bewähren, will der Konzern weitere Filialen in Bahnhöfen und Flughäfen eröffnen. 2013 wurde eine weitere, größere Filiale im Kölner Hauptbahnhof eröffnet. In einem weiteren Testlauf wird nunmehr die Expansion dieses Konzeptes mit dem Mineralölunternehmen Aral erprobt. Hierzu wurden Anfang 2014 10 Aral-Tankstellen-Shops in Westdeutschland auf das „REWE to Go“ Konzept umgestellt.

Mitte 2013 gelang im Zuge eines öffentlichen Übernahmeangebotes der Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Wasgau Produktions und Handels AG mit Sitz in Pirmasens. Der Übernahmepreis je Aktie betrug nach Aussage des Unternehmens 10,36 Euro (Mitteilung nach § 27 WpÜG). Der Konzern betreibt Cash&Carry Märkte, Supermärkte und beliefert Wasgau-Kaufleute.

Im Oktober 2013 wurden alle 4 Supermärkte der Migros Deutschland GmbH übernommen.[15]
Vorstand und Aufsichtsrat

Gemäß der Entscheidung des Aufsichtsrates vom 17. Februar 2004, ging Hans Reischl zum Ende des Jahres 2004 in den Ruhestand. Als Nachfolger wurde Ernst Dieter Berninghaus nominiert. Reischl hatte zuvor ein Aufsichtsratsmandat beim Konkurrenten KarstadtQuelle angenommen. Berninghaus verdrängte Reischl mit der Hilfe des Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Burghard noch vor dem vereinbarten Termin aus dem Amt und wurde ab 1. Mai 2004 Vorstandssprecher.

Bereits am 15. Oktober 2004 trat Berninghaus vom Amt des Vorstandssprechers der Rewe zurück – nach außen hin aus gesundheitlichen Gründen. Nach seinem Rücktritt tauchten Vorwürfe gegen ihn auf; unter anderem soll er Geschäfte ohne Zustimmung des Restvorstandes abgeschlossen haben. Im August 2005 verglichen sich die Rewe und ihr ehemaliger Vorstandssprecher auf die Zahlung von 11 Mio. Euro, nachdem die Rewe Berninghaus zuvor auf Zahlung eines Schadensersatzes in Höhe von ca. 27 Mio. Euro verklagt hatte. Berninghaus wurde in einem weiteren Verfahren zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Dabei stellte das Kölner Landgericht ausdrücklich schwere Managementfehler von Hans Reischl fest: Berninghaus habe seinerzeit alle Unterlagen offen auf den Tisch gelegt, es habe aber keine ordentliche Prüfung („Due Diligence“) stattgefunden. Dessen ungeachtet wurde Berninghaus im März 2006 zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

Nach dem Abgang von Berninghaus wurde die Rewe für eine Übergangszeit von einem Vorstandstrio geleitet: Hans Schmitz, Josef Sanktjohanser und Gerd Bruse.

Im April 2005 schied auch Hans Schmitz aus dem Rewe-Vorstand aus. Es kamen jedoch zwei neue Mitglieder hinzu, so dass der neue Vorstand der Rewe aus folgenden Personen bestand: Achim Egner (Vorstandssprecher, zuständig für Marketing, Produkte und Vertrieb), Alain Caparros (Auslandsgeschäft, Discount, Großverbrauchergeschäft, Cash & Carry), Gerd Bruse und Josef Sanktjohanser.

Am 26. August 2005 verließ Gerd Bruse das Unternehmen, am 27. September 2005 wurde Norbert Fiebig neuer Finanz- und Touristikvorstand der Rewe.

Nachdem Mitglieder der Unternehmensleitung sich über den Vorstandsvorsitzenden Achim Egner negativ beim Aufsichtsrat geäußert hatten, richtete Egner am 31. August 2006 ein Rücktrittsgesuch an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat nahm das Rücktrittsgesuch Egners am 1. September 2006 an und bestimmte Alain Caparros zum Nachfolger Egners.

Ende September 2006 gab Rewe bekannt, das Unternehmen habe nach Abschluss interner Ermittlungen im Fall des 2004 zurückgetretenen Ex-Vorstandschefs Reischl nun die Staatsanwaltschaft Köln eingeschaltet. Es ging hierbei um Korruptionsvorwürfe in Zusammenhang mit der Firma Bocchi Group, einem Großlieferanten der Rewe für Obst, Gemüse und Blumen.

Vertriebslinien

Heute besteht die Rewe Group aus einer Vielzahl von Vertriebslinien, die die verschiedenen Geschäftsfelder des Konzerns abdecken.

Lebensmittel

Deutschland

Die in Deutschland bekanntesten Marken der Rewe-Lebensmittel-Verkaufssparte sind:

„Rewe“ (Vollsortiment-Supermärkte)
„Rewe Center“ (große Vollsortiment-Supermärkte, signifikante Non-Food-Anteile am Gesamtsortiment)
„Rewe CITY“ (Vollsortiment-Supermärkte bis 1000 m² in Großstädten oder an Flughäfen)
„Nahkauf“ (Nahversorger mit kleiner Verkaufsfläche - Betreibung durch selbständige Kaufleute)
„Rewe to go“ (Convenience-Shop-Format)
„Penny“ (Discounter)
„Vierlinden“ (Bio-Supermarkt), bis Frühjahr 2011 (eingestellt und teilweise in das Format Temma überführt)
„TEMMA“ – T(ante) EMMA (Bio-Produkte / Feinkost)
„Standa – Supermercati“ (Supermarkt mit italienischen Produkten - einziger Standort in Köln)
„toom Getränkemarkt“
„Perfetto“ (Lebensmittel- und Feinkostabteilungen in Karstadt-Warenhäusern, Karstadt Feinkost GmbH & Co KG in Gemeinschaft mit Karstadt) (25,1 % Anteil durch Rewe)

Seit dem 25. September 2006 werden die Vollsortiment-Supermärkte unter der einheitlichen Marke „Rewe“ geführt. Im Rahmen der neuen strategischen Ausrichtung der Rewe-Group wurden innerhalb eines Wochenendes alle Filialen der Marken „miniMal“, „HL“, „Marktfrisch“, „Otto Mess“, „Stüssgen“, „kontra“, „R-Kauf“, „Rewe-Center“ und „Petz“ umbenannt. Auch die bereits bisher unter dem Namen „Rewe-Der Supermarkt“ geführten Märkte wurden auf das neue Erscheinungsbild umgestellt. Die toom SB-Warenhäuser behielten zunächst ihre Eigenständigkeit, wurden schließlich aber 2014 zum größten Teil ins Vertriebsnetz als "Rewe-Center" integriert.

Zuvor war die Marke Rewe den von selbständigen Kaufleuten geführten Märkten vorbehalten. Die als Filialen geführten Supermärkte wurden unter zahlreichen, teilweise auch nur regional vertretenen Vertriebslinien (z. B. „Stüssgen“ in Köln und Bonn, „Otto Mess“ in Düsseldorf, „Heinrich Hill“ in Münster) geführt. Grund dafür war, dass das Filialgeschäft der Rewe in den 1970er, 1980er und 1990er Jahren zum großen Teil durch die Übernahme bereits bestehender Supermarktketten entstand, diese aber oft nicht oder nur teilweise auf die eigenen Vertriebslinien umgestellt wurden. Bereits vor der im Jahre 2006 erfolgten Umstellung auf die Einheitsmarke „Rewe“ gab es Anläufe zur Veränderung dieses Zustands. So wurden in den Jahren 2004 und 2005 die meisten Supermarkt-Filialen der Vertriebslinien „HL-Markt“, „Stüssgen“ und „Otto Mess“ in „miniMAL“-Märkte, der Großteil der nordrhein-westfälischen „Globus“-SB-Warenhäuser (nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen SB-Warenhäusern der saarländischen Globus SB-Warenhaus Holding) in toom-Märkte umgewandelt.

Bei der Vertriebslinie „Nahkauf“ handelt es sich um Geschäfte mit kleiner Verkaufsfläche, sogenannte Nahversorger, diese Märkte werden von selbständigen Kaufleuten geführt.

Unter anderem beliefert Rewe auch die „Bonus“-Supermärkte mit Sitz in Stuttgart, die gemeinnützige Ziele verfolgen.

Die Rewe Group bietet eine Reihe von Eigenmarken an, darunter „ja!” (Discount-Marke), „REWE Beste Wahl” (Handelsmarke), „REWE Bio” (Ökoprodukte – früher unter dem Namen „Füllhorn”), seit Ende September 2009 „REWE Feine Welt” (Premium-Marke) und seit April 2012 „REWE frei von“.[16]

Mit der Einführung der Marke „REWE”, dem Vorgänger von „REWE Beste Wahl”, wurden die ehemaligen Eigenmarken (Salto, Erlenhof, Today, …) nach und nach in einer Marke vereint.

Seit 1. Januar 2005 werden die Lebensmittelabteilungen in derzeit 67 (anfangs 72) von 90 Karstadt-Kaufhäusern durch ein Joint Venture mit dem Namen Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG mit Sitz in Köln geführt, an dem Karstadt mit 74,9 % und die Rewe Group mit 25,1 % und je einem Geschäftsführer beteiligt ist. Karstadt brachte Waren und Liegenschaften für etwa 50 Millionen Euro und Rewe neues Kapital in gleicher Höhe in die Gesellschaft ein. „Karstadt Feinkost“ hatte zu Beginn rund 3700 Mitarbeiter, die hauptsächlich vom KarstadtQuelle-Konzern gestellt wurden, die einen jährlichen Umsatz von etwa 500 Mio. Euro erwirtschafteten.[17] Zug um Zug wurden seit Gründung der „Karstadt Feinkost“ die Abteilungen nach Umbau auf die neue Marke „Perfetto“ mit verändertem Sortiment umgestellt.[18]
Online-Handel

2013 beschloss der Konzern, auch in den Internethandel einzusteigen. Dafür wurde die REWE-Digital GmbH gegründet und mit Jean-Jacques van Oosten ein Internetfachmann in die Konzernspitze berufen, der bereits die Internetaktivitäten der Travis-Perkins Group und der Tesco PLC geleitet hatte. Mit dieser Fokussierung soll u. a. der Online-Lieferdienst des REWE-Supermarktgeschäftes ausgebaut werden. In Folge der neuen Online-Ausrichtung wurden auch Beteiligungen an der Holidayinsider AG sowie der home24 GmbH erworben. Die erste Mehrheitsbeteiligung des Konzerns erfolgte 2014 im Zuge des Erwerbs der ZooRoyal GmbH, die sich auf den Onlinevertrieb von Tierfutter und Haustierzubehör spezialisiert hat.[19]
Österreich
→ Hauptartikel: Rewe International

Zur in Österreich ansässigen Rewe International AG zählen Billa, Merkur, Penny, Bipa und Adeg[20] sowie Sutterlüty (zu 24,9 % beteiligt).

Rewe ist über seine gesamte Verkaufsschiene in Österreich mit einem Marktanteil von 34,4 % im Jahr 2012 Marktführer.[21] Des Weiteren ist die Rewe International auch für den italienischen Markt sowie die Expansion in die CEE-Länder (exkl. Penny-Markt) verantwortlich.

In die Kritik ist Rewe in Österreich durch vermutete unerlaubte Preisabsprachen im Jahr 2012 geraten. Aus diesem Grund fanden Hausdurchsuchungen in der Zentrale in Wiener Neudorf statt.[22] Die Bundeswettbewerbsbehörde vermutet die Bildung eines Sternkartells, also „horizontale und vertikale“ Preisabsprachen mit Lieferanten und mit Wettbewerbern.[23]
Schweiz

Im Jahr 2003 übernahm Rewe die Schweizer Bon appétit Gruppe des Beat Curti. Das Unternehmen trennte sich vom Geschäft mit der Belieferung von Dorfläden und konzentrierte sich auf den Discounter Pick Pay sowie – gemeinsam mit Coop – auf den Gastro-Großhandel. Hunderte kleine „Primo“- und „Vis-à-Vis“-Läden mussten schließen, da ihr Hauptlieferant, die Usego AG, von Rewe gekauft wurde und seitdem diese kleinen Läden nicht mehr beliefert. Als Folge sind zahlreiche Dörfer/Quartiere ohne „Lädeli“ (Dorfladen). 2005 wurden alle 146 „Pick-Pay“-Filialen und das Logistikzentrum an Denner verkauft. 2011 wurden die 22 Filialen der Transgourmet Holding (Prodega/Growa CC, Howeg) komplett von Coop übernommen. Seitdem ist Rewe nicht mehr in der Schweiz aktiv.
Frankreich

Im Jahre 2005 wurden alle 101 Filialen von Penny in Frankreich verkauft.

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Beitrag  checker Di Feb 02, 2016 8:45 am

Rewe Group International

Die Rewe Group 800px-Reweaktivit%C3%A4t
Europaweite Aktivitäten der REWE Group

Die Rewe Group setzt ihre Expansionspolitik vor allem in Mittel- und Osteuropa fort.
Staat Anzahl der
Filialen Marktnamen Umsatz 2008 (bei Ungarn 2014)
Italien 357 Penny, Billa
Tschechien 235 Penny, Billa 665 Mio. Euro
Ungarn 200 Penny 658 Mio. Euro[24]
Slowakei 100 Billa
Rumänien 49 Penny, XXL,
Billa, Selgros 660 Mio. Euro
Kroatien 48 Billa
Bulgarien 69 davon Billa (21), Penny Market (48) 92 Mio. Euro
Russland 18 Billa 100 Mio. Euro
Ukraine 9 Billa

Quelle: REWE Group[25]

In der Beschaffung arbeitet die Rewe Group mit den Detailhandelsunternehmen Colruyt (Belgien), Conad (Italien) und Coop (Schweiz) in der europäischen Beschaffungsallianz Core zusammen (bis 2013 in deren Vorgängerorganisation Coopernic auch mit dem französischen Unternehmen E.Leclerc).

Im November 2007 gab die Rewe Group bekannt, dass sie mit den vier Partnern, zusammen als Coopernic auftretend, 80 Prozent der litauischen Einzelhandelskette IKI übernehmen will.[26] Der Verkaufspreis wurde nicht bekanntgegeben, dürfte aber knapp unter einer Milliarde Franken liegen.[27]

Am Dezember 2011 trennte sich die REWE Group von Super- und Verbrauchermärkten in Mittelitalien und Sardinien. 43 Märkte aus diesem Portfolio wurden an die Händlergruppe Conad veräußert.
Fachmärkte

321 × toom BauMarkt
23 × B1 Discount-Baumarkt
4 × klee Garten-Center
11 × Kressner Textilmärkte
Kölner Weinkeller

Mitte 2013 gab die REWE Group bekannt, sich von der defizitären Fachmarkt-Kette Promarkt trennen zu wollen. In der zweiten Jahreshälfte erfolgten diverse Einzelverkäufe an deutsche Elektronikfachmarkt-Betreiber, unter anderem an Expert und EP. Die restlichen nicht veräußerbaren Standorte wurden Ende 2013 mitsamt der Zentrale geschlossen.
Touristik

Die Touristiksparte DER Touristik ist das zweite Standbein der REWE Group. In Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien, den Benelux-Ländern sowie Skandinavien und Finnland sind die Unternehmen der DER Touristik tätig. Zu den Reiseveranstaltern der Touristikgruppe zählen unter anderem Marken wie Dertour, Meier's Weltreisen, ITS, Jahn Reisen, Kuoni, Helvetic Tours, Apollo und Exim Tours. Hinzu kommen zahlreiche Spezialisten, die Airline novair, konzerneigene Hotelmarken wie Club Calimera, PrimaSol und lti Hotels und ein Vertriebsnetz aus stationären Reisebüros wie DER Reisebüros und E-Commerce-Kanälen.
Abwicklungsdienstleistungen für andere Handelsunternehmen

Des Weiteren bietet Rewe größeren Handelsunternehmen Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen (z. B. Einkauf, Abwicklung der Zahlungen an Lieferanten (die sogenannte Zentralregulierung), Logistik) an. Bekannte Kunden sind hier etwa die Siegburger HIT Handelsgruppe und die Coop eG, Kiel.
Produktionsbetriebe

Unter dem Dach der Rewe Group existieren auch verschiedene Produktionsbetriebe, die für die Rewe-Lebensmittelmärkte Waren produzieren.

Wilhelm Brandenburg GmbH & Co. OHG, Fleischerbetriebe[28]
Glockenbrot Bäckerei GmbH & Co. OHG, Backwaren

Rewe Dortmund

Die Rewe Group 1024px-Kaufpark

Die Rewe Dortmund Großhandel eG (eigene Schreibweise: REWE DORTMUND Großhandel eG) ist neben der 2001 aufgelösten Rewe Herne die einzige regionale Großhandlung unter dem Dach der Rewe-Group, die ihre Geschäftsanteile im Jahr 1990 nicht in die Kölner Rewe-Zentrale einbrachte und deshalb bis heute selbständig ist. Ihr gehören rund 300 Kaufleute mit über 600 Geschäften im Ruhrgebiet, im Münsterland und Bergischen Land, sowie in der Region Niederrhein an. In den beiden Großhandelsbetrieben in Dortmund und Wesel sind etwa 1.450 Mitarbeiter beschäftigt, in den angeschlossenen Einzelhandelsgeschäften etwa 20.000 Mitarbeiter. Die Rewe Dortmund erzielte 2006 einen Einzelhandelsumsatz von 2,81 Milliarden Euro.

Die Rewe Dortmund entstand 1913 als Kolonialwaren-Einkaufsgenossenschaft unter dem Namen „Krone“, sie wurde von 15 Dortmunder Lebensmittelhändlern gegründet. 1926 trat die Genossenschaft der Rewe bei, firmierte jedoch erst seit 1935 unter Rewe. 1958 wurde die erste Frischfleisch-Abteilung eingerichtet und eine eigene Zentralfleischerei aufgebaut. 1968 wurde der erste AK-Verbrauchermarkt eröffnet. 1969 wurde eine neue Zentralfleischerei gebaut. 1973 wurde das erste Rewe-Center eröffnet, 1977 der Filialist Michael Brücken übernommen. 1982 schloss sich die Rewe Dortmund mit den rund 200 Läden der „Rewe Rhein-Lippe“ zusammen. 1990 wurde der BUBI Frischdienst für Milchprodukte übernommen. 1995 übernahm „Michael Brücken“ die AK-Märkte, beide Ketten wurden zu „kaufpark“ gebündelt. Zwei Jahre später kamen die Ketten „Brülle & Schmelzer“ sowie „Deschauer“ dazu, 1998 „Groka“ in Solingen. 2003 wurden 53 „Combi“-Supermärkte von Bremke und Hoerster übernommen und ebenfalls überwiegend zu kaufpark-Filialen. Die Märkte der „FBL Fruchtbörse Limberg GmbH“ wurden ab Mai 2005 schrittweise veräußert. Ab April 2012 wurden die verbliebenen FBL-Märkte schrittweise in REWE umgeflaggt und mit der Schließung des Marktes in Dortmund-Bodelschwingh Ende Juni 2012 verschwand die Marke aus dem Einzelhandel.

Tochtergesellschaften und Beteiligungen

Die Rewe Group 800px-Boni-center_Witten


Rewe Dortmund Vertriebsgesellschaft mbH
AK Diskont Markt GmbH & Co. KG (Komplementär: akzenta AK Diskont Markt GmbH), 1968 gegründet, Betreiber von AK-Verbrauchermärkten, hielt 2005 Beteiligungen an 119 Partnergesellschaften mit insgesamt 164 Filialen
„Michael Brücken“: Rewe Dortmund ist als Mitgesellschafter an der Michael-Brücken-Kaufpark GmbH & Co OHG beteiligt, die in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Einzelhandelsfilialen hauptsächlich unter dem Namen „REWE - ihr kaufpark“, aber auch unter „nahkauf“ betreibt. Diese Märkte wurden 2015 in das Rewe-Einheitskonzept integriert und tragen nun das Rewe-Dortmund Logo.[29]
DOEGO Fruchthandel und Import eG (DOEGO = Dortmunder Einkaufsgenossenschaft für Obst und Gemüse) 1956 gegründet (Umsatz 2005: 120 Mio. Euro)
BUBI-Frischdienst eG, 1990 übernommen, beliefert die Händler mit Molkereiprodukten (Umsatz 2005: 87 Mio. Euro)
FROSTY Tiefkühlparadies Vertriebsgesellschaft mbH
REMA Lebensmittel-Verkaufsgesellschaft mbH
R-Kauf Märkte GmbH u. Co Einzelhandels KG
Minderheitsbeteiligung an der Dachgesellschaft der „Minimärkte“
2013; 51 % Beteiligung an Wasgau Food Beteiligungs GmbH
Penny-Markt

Außerdem ist die Rewe Dortmund am „boni-center“ in Witten beteiligt. Die „Stiftung Rewe Dortmund“ hat einen Kapitalstock von etwa 400.000 Euro zur Verfügung.
Arbeitsbedingungen in der öffentlichen Wahrnehmung

Ende April 2013 berichtete die ZDF-Sendung Frontal21 über heimliche Mitarbeiterüberwachung über Kameraanlagen bei Rewe- und Penny-Filialen, was die Rewe Group für 2009/2010 eingeräumt hat.[30][31][32]

In der Öffentlichkeit wurde der Fall einer 19-jährigen Mitarbeiterin bekannt, die zwischen Ende Oktober 2012 und Anfang Juli 2013 in einem Supermarkt in Bochum als Praktikantin tätig gewesen war; sie hatte 1.728 Stunden und 15 Minuten gearbeitet. Es handelte sich um einen Partnermarkt eines Einzelunternehmers mit einer eigenständigen, kleinen Gesellschaft, so die REWE-Gruppe.[33] Vor dem Arbeitsgericht Bochum wurde der ehemaligen Praktikantin 17.281,50 Euro zugesprochen (Urteil vom 25. März 2014, Az: 2 Ca 1482/13). REWE trennte sich zwischenzeitlich von diesem Geschäftsführer.[33] REWE distanzierte sich von seinem Verhalten.[34] Im Oktober 2014 urteilte das Landesarbeitsgericht Hamm, dass keine Verpflichtung bestehe, eine Zahlung eines Entgelts an diese Praktikantin vorzunehmen (LAG Hamm, Urteil vom 17. Oktober 2014, Az. 1 Sa 664/14).[35]

Sonstiges

Im September 2013 erklärte die Rewe Group, sie wolle auf Gentechnik verzichten.[36]

Quelle
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