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Die Terex Cranes Germany GmbH

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Die Terex Cranes Germany GmbH  Empty Die Terex Cranes Germany GmbH

Beitrag  checker Di Mai 10, 2016 8:27 am

Die Terex Cranes Germany GmbH ist ein deutsches Tochterunternehmen des bedeutenden US-Baumaschinenherstellers Terex und gehört zu dessen Bereich Terex Cranes. Das Unternehmen baut auf einem 94.482 m² großen Werksgelände im pfälzischen Zweibrücken Mobilkräne mit einer Tragkraft von 30–3.200 Tonnen.[1]

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Terex Demag Teleskop-MobilKran mit Nachlaufachse

Die Terex Cranes Germany GmbH  Truck_mounted_Crane_Terex_Demag
Terex Demag AC 500-2, ein 500-t-Autokran

Neben dem Hauptwerk gibt es auch Zweigwerke am Flughafen Zweibrücken (Werk Wallerscheid) und in Bierbach.[2]

Das 1827 als Dinglerwerke von Christian Dingler gegründete Unternehmen gehörte seit 1954 zur DEMAG und spielte in diesem Verbund die gleiche Rolle wie heute bei Terex, nämlich als Produktionsstandort für Mobilkräne. Nach der Übernahme 2002 durch Terex verwendete der Erwerber übergangsweise den Markennamen Terex-Demag.

Das breite Portfolio gliedert sich heute in drei Schwerpunkte, die auf LKW montierten City-Krane mit einer maximalen Tragkraft von 30 bis 70 Tonnen, geländegängige Militärkrane und Gittermast-Raupenkrane mit maximalen Tragkräften von je nach Modell 300 bis 3.200 Tonnen.[1]

Bei den großen Raupenkranen genießt Terex Cranes Germany zusammen mit seinem Konkurrenten Liebherr wie bereits während seiner Zeit bei DEMAG weltweit eine Ausnahmestellung.

Firmengeschichte
Die Dinglerwerke: Mühlen, Sägewerke, Druckerpressen, Dampfmaschinen

Die Terex Cranes Germany GmbH  320px-Kniehebelpresse-1845
Erfolgsmodell Zweibrücker-Presse von 1845, eine Kniehebelpresse; Deutsches Museum, München

Die Dinglerwerke wurden 1827 als mechanische Werkstätte in der Zweibrücker Altstadt gegründet. Christian Dingler begann damals mit zehn Arbeitern mit der Herstellung von Öl- und Schneidemühlen. Ab 1834 startete er auch die Herstellung von Buchdruckerpressen. Die von Dingler entwickelte Kniehebel-Presse, die er selbst „Zweibrücker-Presse“ nannte, ging in die Geschichte der Buchdruckerkunst als „Dinglerpresse“ ein. Diese Maschine war jahrelang führend in Europa und die Ursache des raschen Aufstieges des Unternehmens.

1834 erwarb er das Hofgut Schönhof und verlegte die Fabrik auf das neue Gelände in der Vorstadt, das große Ausdehnungsmöglichkeiten bot. 1838 ergänzte er die Fabrik um eine Eisen- und Metall-Gießerei und eine eigene Dampfmaschinen-Anlage, die erste in der Pfalz. Ab 1843 begann er auch Dampfmaschinen (Balanciermaschinen) zu bauen. Auch mit diesen Maschinen erreichte er eine technisch führende Stellung. Die Dingler-Werke haben bis 1927 über 3.300 Dampfmaschinen mit einer Gesamtleistung von ca. 260.000 PS gebaut.[3]

Im Jahr 1848 wurde Professor L. Seelinger von der Polytechnischen Schule in Augsburg als technischer Direktor berufen. Unter seiner Leitung wurde eine große Schmiede mit Schweißofen und 40 Zentner-Hammer erstellt. Er begann mit der Herstellung von Wasserrädern und Turbinen.[4]

1890 begannen die Dinglerwerke mit der Herstellung von Hubgeräten für lokale Berg- und Stahlwerke.[5]

1897 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft unter der Firma „Dingler'sche Maschinenfabrik Akt.-Ges., Maschinenfabrik, Eisengießerei, Kesselschmiede…“ umgewandelt.[3]

In der Grube Velsen am Schacht Gustav-II-West hat sich mit der 1916/17 erbauten Fördermaschine das älteste dampfgetriebene Förderaggregat des Saarreviers erhalten, ein Produkt der Zweibrücker Dingler-Werke. Die Zwillingsmaschine wurde 1936 umgebaut, ihre Nennleistung beträgt 2400 PS.[6]

1930 begannen die Dingler-Werke mit der Fertigung von Kränen.[2]

Am 28. November 1935 wurde die AG umfirmiert zur Dinglerwerke Aktiengesellschaft Zweibrücken.[7]

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CC 2800-1 beim Montieren eines Windrades

Die Terex Cranes Germany GmbH  800px-Terex_Demag_CC2200i_part_pic7
Ein Raupenschiff eines CC 2200i, verladen auf einem Tieflader

Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Dingler-Werke teilweise zur Fertigung von U-Boot-Teilen auf das Gelände der Fürst-Stolberg-Hütte in Ilsenburg (Harz) verlegt.[8]

1944/1945 wurde im Ötztal von den Dingler-Werken unter dem Decknamen „Zitteraal“ ein großer transsonischer Windkanal in den Berg gebaut. Wasser aus der Ötztaler Ache sollte durch einen Tunnel zu einer Wasserturbine geleitet werden, die die Antriebsleistung von 88.000 kW für den am Fuß eines Berges befindlichen Windkanal erzeugen sollte. Die Anlage wurde im August 1945 von den Franzosen demontiert und in Avrieux bei Modane wieder aufgebaut.[9]

Im Schacht Delbrück II in Klarenthal hat sich eine Fördermaschine von Dingler aus dem Jahr 1949 erhalten.[10]
Demag: Krane

1954 übernahm die Demag AG die Dinglerwerke. Die Aktivitäten wurden in die Baumaschinengruppe integriert.[5]

Im Jahr 1950 wurde der erste Teleskop-Mobilkran mit einer Tragkraft von 2,5 t gebaut.

1976 stellte das Werk seinen ersten Raupenkran (englisch: Crawler Crane), den Gittermastraupenkran CC 1200 vor. Bis 1981 folgte dann in jedem Jahr ein neuer Krantyp.

Der erfolgreichste war der CC 4000 mit einer Grund-Traglast von 500 Tonnen der weltweit bei großen Infrastrukturprojekten und großen Industriebauprojekten eingesetzt wurde. Grundlagen des Erfolges war der hydrostatische Antrieb, die aus Feinkornstahl bestehenden stabile Gittermastrohre, die Hilfsausleger und die Superlift- und Ringlifteinrichtung.

Die Grundtraglast von 500 Tonnen des CC 4000 und des CC 4800 konnte bei Nutzung eines Gegengewichts von 180 Tonnen direkt auf dem Kran auf 650 Tonnen gesteigert werden. Mittels einer Superlifteinrichtung, einem Gegengewicht von 480 Tonnen auf einem Anhänger, stieg die Traglast auf 800 Tonnen, bei Nutzung mit Ringlift auf 1.600 Tonnen. Der Hauptausleger war 102 Meter lang.[11]
Übernahme durch Terex während der Auflösung von Demag

2002 erwarb die Terex Corporation das Zweibrücker Werk von Siemens, das dieses und andere Werke zusammen mit Bosch von Vodafone übernommen hatte, in dessen Hände die Demag im Rahmen der Mannesmann-Übernahme (Mannesmann war der Mutterkonzern von Demag), gelangt war, und gliederte es in seinen Bereich Terex Cranes ein.[5]

Im Jahr 2002 erfolgte auch die Einführung des CC 8800 mit einer Tragfähigkeit von 1.250 t. 2003 wurde ein 200-Tonnen-All-Terrain-Kran mit 68 m Hauptausleger eingeführt. 2007 wurde der weltweit stärkste Raupenkran, der TWIN CC 8800, mit einer Tragfähigkeit von 3.200 t eingeführt.
Spezialkran für die Errichtung von Windkraftanlagen

Die inzwischen meist sehr großen Windkraftanlagen werden heute nahezu ausschließlich mit Raupenkranen aufgebaut. Die Krane werden, nachdem die Windkraftanlage aufgebaut ist, demontiert und zur nächsten Windkraftanlagenbaustelle transportiert. Speziell für diesen Zweck wurde von Terex der CC 2800-1 NT entwickelt. NT steht dabei für „Narrow Track“, d.h. „schmale Spurweite“. Der CC 2800-1 NT kann, nachdem er nach Anlieferung per LKW wieder montiert ist, auf Wegen von nur 5 m Breite von Windkraftanlage zu Windkraftanlage innerhalb eines Windparks fahren. Dadurch werden mehrmaliger Abbau, Transport und Wiederaufbau des Krans innerhalb eines Windparks eingespart und es können im gleichen Zeitraum deutlich mehr Anlagen errichtet werden.
bedeutende Modelle
All-Terrain-Krane

AC 500-2, ein 500-Tonnen-Teleskopkran mit 56-Meter Hauptausleger
AC 700, ein 700-Tonnen-Teleskopkran mit 60-Meter Hauptausleger
AC 1000, ein 1.200-Tonnen-Teleskopkran mit 50-Meter oder 100-Meter Hauptausleger

Militärkrane

Terex Demag MAC 50, ein 50-Tonnen-Kran für das US Marine Corps

Raupenkrane

CC 4000
CC 8800, stärkster Raupenkran der Welt
CC 12600, drittstärkster Raupenkran der Welt


Quelle
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