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Tempelhofer Ufer 23–24 mit Braunschweiger Dolomit Sandstein

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Tempelhofer Ufer 23–24 mit Braunschweiger Dolomit Sandstein Empty Tempelhofer Ufer 23–24 mit Braunschweiger Dolomit Sandstein

Beitrag  checker So Jun 19, 2016 12:56 am

Das Gebäude Tempelhofer Ufer 23–24 ist ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Es wurde von 1913 bis 1919 von Cremer & Wolffenstein als Verwaltungsgebäude für den Lokomotivenhersteller Orenstein & Koppel erbaut.

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Das Gebäude Tempelhofer Ufer 23–24

Das Gebäude ist ein typisches Verwaltungsgebäude seiner Zeit und bildete einst den Hauptteil eines Komplexes, der sich über den ganzen Block erstreckte. Zwischenzeitlich nutzte der Textilienhersteller Alois Heinze. Röcke und die Hochschule der Künste das Gebäude; heute hat es verschiedene Mieter.

Baugeschichte

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Verwaltungsgebäude Möckernstraße 120, ehemals Teil des Gesamtkomplexes von Orenstein & Koppel

Seit 1909 hatte der weltweit tätige Lokomotiven- und Schwimmbaggerbauer Orenstein & Koppel seinen Verwaltungssitz in der Berliner Möckernstraße. Bereits 1913 beschloss das Unternehmen, dieses Gebäude zu erweitern. Es entstand der Bau am Tempelhofer Ufer.[1] Fertigstellung war am 7. April 1919. Zu dieser Zeit hatte Orenstein & Koppel rund 15.000 Mitarbeiter in 12 Fabriken und 95 Niederlassungen weltweit.[2]

Insgesamt breitete sich das Unternehmen ausgehend vom heutigen Verwaltungsgebäude in einen großen Hofkomplex aus, der zwischen Tempelhofer Ufer, Möckernstraße, Obentrautstraße und Großbeerenstraße lag. In den insgesamt fünf Gewerbeflügeln arbeiteten mehrere tausend Menschen. Von diesen Gebäuden ist fast nichts mehr erhalten.[3] 1965 wurde das Gebäude umgebaut. Von der Dampfmaschine, die zu Zeiten des Baus die Energie für eine Schmiede lieferte, sind im Hof keine Reste mehr zu sehen.[3]

Die Architekten Cremer & Wolffenstein waren zu dieser Zeit erfolgreiche Berliner Architekten von öffentlichen Gebäuden und Wirtschaftsgebäuden. Ausgeführt wurden die Bauarbeiten vom Charlottenburger Unternehmen Wittling & Güldner.[3]

Nach Orenstein & Koppel bezog das Unternehmen Heinze Röcke das Gebäude, das dort von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er Jahre ansässig blieb. Zu dieser Zeit befand sich eine Inschrift für Heinze Röcke an der Fassade. In den Folgejahren richtete die Hochschule der Künste dem Maler Alfred Hrdlicka ein Atelier im Seitenflügel ein.[4] Später saßen im Hauptgebäude unter anderem die Friedrich-Naumann-Stiftung, das private Institut für Marketing und Kommunikation und der Deutsche Fremdenverkehrsverband.[2]

Im Jahr 1997 wurde die Eingangshalle umgebaut und ein neues Beleuchtungskonzept erstellt.[5]

Heute befinden sich diverse Nutzer in den Büros des Gebäudes, darunter die Verlagsgruppe PrinzMedien mit den Redaktionen Der Hauptstadtbrief und The Atlantic Times, ein Sachverständiger für Abstammungsgutachten, Wikimedia Deutschland und diverse Medien- und IT-Unternehmen.

Beschreibung

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Giebelfeld mit dem Relief der Weltkugel

Das Gebäude in Kreuzberg (PLZ: 10963) hat fünf Etagen und an der Frontseite 13 Fensterachsen. Der Mittelteil, der von einem Giebel gekrönt wird, hat drei Fensterachsen, die beiden symmetrischen Seitenteile je fünf Achsen. Ein Flügel geht rückwärts in Richtung Obentrautstraße, dieser hat auch eine Dachterrasse. Das Verwaltungsgebäude ist ein typisches Geschäftshaus für die damalige Zeit, das „einen palastartigen Zuschnitt“ aufweist.[3]

Im Giebelfeld ist eine große Weltkugel, die ursprünglich die weit gespannten Geschäftsverbindungen von Orenstein & Koppel symbolisieren sollte. Ursprünglich stand dort auch der Name von Orenstein & Koppel. Das Gebäude hat eine aufwendig gearbeitete Sandsteinfassade aus Braunschweiger Dolomit mit schweren Säulen. Dazu kommen Details wie aufwendige Fensterrahmen, Gesimsbänder und Gesimse. Unter den Fenstern im mittleren Bereich der Fassade sind Figuren und Löwenköpfe eingearbeitet. Der Architekt Jonas Geist ordnet das Haus als „mit konventionellen Zügen“ ein.[3]

Die Hofseite des linken Seitenflügels ist mit einer Fassade aus weißen Glasurziegeln versehen.[3]

Im Innenbereich gibt es kein großes Foyer und kein repräsentatives Treppenhaus. Das Treppenhaus und der Fahrstuhl befinden sich zentral im Gebäude, die einzelnen Räume sind über lange Gänge erreichbar. Im ersten Stock befindet sich ein großer Sitzungssaal.[3] In den Räumen der Beletage des Mittelrisalits ist noch der originale Stuck vorhanden.[4]

Quelle
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